Sunday Thoughts: The Spirit of Christmas

12/05/2014

Auf dem Adventskranz brennt bereits die zweite Kerze. Das bedeutet das wir mitten drin sind in der Adventszeit. Eine Zeit in denen es vielen Menschen so geht wie mir. Sie regt  zum Nachdenken an. Lässt mich über mein Leben und dessen Inhalt reflektieren. Weihnachten - Das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit und des Schenkens. Für mich war es schon immer ein Fest an dem ich meine Lieben um mich haben wollte. Ich bin ein Familienmensch von Kopf bis Fuß. 

In diesen Tagen denke ich besonders viel über die Menschen in meinem Leben nach. Über die die mein Leben mit mir teilen aber auch über jene Menschen die für kurze oder längere Zeit einmal ein Teil davon waren. Dann fällt es mir schwer zu akzeptieren das vieles einfach nicht mehr so ist wie es einmal war. Ich erinnere mich an jeden Einzelnen, seine guten Eigenschaften und daran was er mir für mein Leben geschenkt hat. Es mögen Erfahrungen sein die ich durch ihn gemacht habe, Ratschläge die er mir gegeben hat oder eine andere schöne Erfahrung durch die ich mein Leben bereichern konnte. Egal auf welche weiße ein Mensch mein Leben verlassen hat er hinterließ im ersten Moment eine Lücke. Das tat oftmals weh. Aber fast jede Lücke schließt sich irgendwann. Manchmal geht das sehr schnell, ein anderes mal wiederum dauert es sehr lange bis der Schmerz, die Wut oder auch die Enttäuschung über das geschehene nachlassen. Dann gibt es Lücken die haben sich nie richtig geschlossen weil ich von dem Menschen irgendwie nicht los komme. Ich habe es immer und immer wieder versucht und obwohl er mich vor langer Zeit einmal verletzt oder enttäuscht hat kann ich ihm nicht böse sein.


Sind das vielleicht die Menschen von denen jeder spricht? Die wenigen Menschen auf die man sich wirklich verlassen kann? Es ist nicht so dass mir das schon oft passiert wäre aber es gibt den ein oder anderen Menschen bei dem ich eine gewisse Anziehungskraft verspüre obwohl Dinge passiert sind bei denen viele sagen würden "Bis hier her und nicht weiter." Aber wo ist da die Grenze? Wie weit geht man für einen Menschen den man in sein Herz geschlossen hat. Wie weit reicht Freundschaft wirklich? Oft habe ich mich schon für weit aus banalere Dinge einfach gegen eine Freundschaft entschieden. Lag das dann einfach daran das mir der Mensch nicht genug wert war oder habe ich einfach nicht wirklich darüber nachgedacht sondern mich einfach entschieden?  In der Hoffnung es wird schon richtig gewesen sein? Nein das kann so nicht sein. Ich glaube es liegt einfach daran das ich mittlerweile gelernt habe das jeder Mensch der in mein Leben tritt, jede Freundschaft ein Geschenk ist. Zudem bin ich auch ein Mensch mit einem sehr großen Herzen, es gibt glaube ich nichts was ich einem lieb gewonnenen Menschen nicht verzeihen könnte. Das klingt nicht nur sehr naiv, ist es bestimmt auch. Aber dann gibt es da natürlich noch die Ausnahme. Die das es wirklich am Menschen liegt. Vor sechs Jahren hatte ich das große Glück einem Menschen über den Weg zu laufen bei dem ich von Anfang an das Gefühl hatte das wir uns auch ohne Worte verstehen und der immer ein offenes Ohr für mich hat. Von Anfang an habe ich gespürt das es nicht einfach nur eine x-beliebige Freundschaft ist sondern das es der Freund ist den sich viele wünschen.  Eines Tages aber war sie plötzlich da, diese Situation bei der jeder andere gesagt hätte "Bis hier her und nicht weiter". Ich habe damals viel nachgedacht und auch gezweifelt das gebe ich zu. Aber ich entschied mich zu bleiben und das bis heute. Auch den Rest des Weges werde ich nicht einfach stehen bleiben oder umkehren. Warum ich das ganze mache? Weil ich im Gegenzug zu diesem doch eher holprigen Weg etwas geschenkt bekomme was ich mir nicht einfach so kaufen kann. Die Fürsorge, die Liebe, die Ehrlichkeit, die Verlässlichkeit, die Dankbarkeit und Akzeptanz eines Menschen der mir am Herzen liegt und bei dem ich mir ziemlich sicher bin er würde mir auch noch sein letztes Hemd geben.

Was ich mit den letzten Zeilen zum Ausdruck bringen möchte ist viel mehr als nur ein paar Gedanken über mein Leben. Es sind zum einen sehr persönliche Worte an einen besonderen Menschen in meinem Leben aber auf der anderen Seite möchte ich euch einen Anstoß geben. Man sollte die Zeit nutzen die uns bleibt denn am Ende ist es immer zu wenig. Nutzt den Geist der Weihnacht um alte Geschichten, Vorurteile oder Streitereien aus dem Weg zu schaffen und macht einen Schritt aufeinander zu. Auch wenn danach ein gemeinsames Leben nicht möglich ist sollten man wenigstens für sich selber Frieden schließen und ein gekränktes Ego oder den eigenen Stolz beiseite legen. Denn irgendwann ist es dafür zu spät. Dazu fällt mir dieser Spruch ein der mir doch als sehr passend erscheint: "Man bereut nicht die Dinge die man getan hat sondern jene die man nicht getan hat."

You Might Also Like

0 Comments

Ich freue mich über jeden Kommentar, egal ob Lob, Kritik, Anregungen oder Fragen.