Mama, was ich dir schon immer mal sagen wollte...

5/11/2014


Liebe Mama, 
heute ist dein Tag und an diesem Ehrentag möchte ich dir einmal sagen was ich vielleicht viel zu selten sage: Ich liebe dich und ich bin froh das es dich gibt. Du bist einfach immer für mich da, besonders dann wenn alles mal wieder ganz schlimm ist, so schlimm das ich selbst nicht mehr weiter weiß. Dann schmeißt du alle deine Pläne, ohne auch nur einmal darüber nach zu denken, über den Haufen und fährst wenn es sein muss auch extra 100 km, um für mich da zu sein. Und wenn es einmal wirklich nicht geht und du die 100 km nicht fahren kannst, dann telefonierst du so lange mit mir bis es mir wieder besser geht. Du sprichst mir Mut zu und baust mich auf, so gut wie du kann das kaum einer. 


Manchmal wenn Francisco mich mit irgendeiner Eigenart, wie der das er Bonbon Papierchen nie in den Müll schmeißt oder die Schuhe die er dann doch nicht an ziehen möchte mitten im Wohnzimmer stehen zur Verzweiflung bringt, dann hast du eine kleine Geschichte parat in der du mir erzählt das auch mein Papa seine Bonbon Papierchen liegen lässt und das halt eben Männer Sache ist. Nach diesen Gesprächen ist dann alles nur noch halb so schlimm und ich kann sogar darüber schmunzeln. 

Ich kann mir gut vorstellen das Mutter sein nicht immer leicht ist. Schon mein Start ins Leben war nicht ganz einfach und ich kann mir nur ansatzweiße vorstellen wie es sein muss sein kleines Würmchen im Brutkasten liegen zu sehen, mit den ganzen Schläuchen. Bestimmt kein besonders schönes Erlebnis auf unserem gemeinsamen Weg. Du warst von Anfang an für mich da. Bist Nachts aufgestanden wenn ich geweint habe, hast mich getröstet wenn ich mal wieder mein Lieblings Kuscheltier nicht gefunden habe, hast geputzt, gewaschen und Essen gekocht. Oft warst du auch verzweifelt und wusstet nicht mehr was du tun sollst. Ich erinnere mich da an eine Zeit in der oft bockig war und einfach nicht hören wollte. Dann ist da auch noch ein anderer kleiner Wurm, meine vier Jahre jüngere Schwester, die auch oft ziemlich anstrengend war. Ich bewundere das du auch in solchen Moment für uns da warst und uns deine Liebe gegeben hast wenn wir sie gebraucht haben. 

Als Mama denkt man in den ersten Jahren bestimmt, schlimmer kann es nicht werden, aber dann kommen die Schule und irgendwann die Pubertät, die einem das Gegenteil beweisen. Ich weiß nicht wie du so ruhig bleiben konntest wenn andere Kinder gemein zu mir wahren. Da gab es L. die mich "absichtlich" geschubst hat und ich mit dem Gesicht voraus den Boden geküsst habe. Damals habe ich meine Brille noch täglich getragen, die dann ziemlich doofe Kratzspuren in meinem Gesicht hinterlassen hat. Oder P. der mich im Winter mit Schneebällen abgeworfen hat, mit diesen fiesen besonders harten. Ich konnte meinen Hals zwei Wochen nicht richtig drehen. An deiner Stelle hätte ich allen die gemein zu mir wahren am liebsten den Hals rum gedreht. Ich weiß echt nicht wie das werden soll wenn jemand mal zu meinen Kindern gemein ist. Du hast es geschafft zwei wundervolle Töchter auf zu ziehen die die meiste Zeit anständig waren. In der Pubertät gab es keine Drogengeschichten, Saufgelage oder andere Dummheiten. Wenn es hieß um zwölft seit ihr Zuhause dann waren wir dass auch. 

Es gibt wirklich viel bei dem ich  mich frage wie ich das wohl machen werde wenn Francisco und ich mal Kinder haben. Was ich mir wünsche ist das ich als Mutter einmal genau so toll sein werde wie du es warst und bist. Ich wünsche mir das meine Kinder auch so ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter haben. Eltern sein ist bestimmt nicht leicht und auch ihr habt das ein oder andere versemmelt, aber hey das ist ok, auch ich werde als Mama den ein oder anderen Bockmist bauen. Nicht nur als Mama werde ich das ich habe es jetzt schon oft gemacht. Pünktlich zu meinem 18 Lebensjahr bin ich von zuhause ausgezogen. Du hast mich einfach ziehen lassen ohne einen Widerspruch. Ich weiß nicht ob ich das so einfach hin nehmen könnte wenn mein Kind auszieht und sich dann einfach mal eine Woche nicht meldet. Aber du sagt immer, wenn ich mich nicht melde dann weißt du es geht mir gut.  In den ersten Jahren auf meinen Eigenen Füßen habe ich Fehler gemacht aber du hast mich meine Erfahrungen machen lassen auch wenn du nicht unbedingt fandest das dass jetzt ok ist wie ich das gerade mache. So ein Band zwischen Mutter und Tochter ist Papa bestimmt nicht immer ganz einfach. So viel Zusammenhalt und dann hat er auch noch zwei Töchter. Sag ihm ich habe ihn nicht vergessen, nicht das er denkt ich habe ihn vergessen, aber heute ist Muttertag. Du stehst immer hinter uns und wenn es drauf an kommst verteidigst du uns wie eine Löwin. Dann kann Papa das oft gar nicht verstehen. 

Ich könnte jetzt noch so viel schreiben, so langsam mache ich dann aber mal Schluss nur noch eine kleine Geschichte: Du warst der erste Fan den ich hier auf dem Blog hatte und die erste die gefragt hat wann denn endlich die Flyer für das Nagelstudio fertig sind, weil du welche Verteilen möchtest. Du bist wohl der größte Fan den ich habe und ich bin dein größter Fan ( Sry Papa und Francisco aber da könnt ihr leider nicht mithalten). Mama bleibe gesund und pass gut auf dich auf, denn ich kann mir ein Leben ohne dich einfach nicht vorstellen. Es gibt noch so viel was ich mit dir erleben möchte, meine Hochzeit, meine Kinder und, und, und. Ich liebe dich!

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